Sie beobachten auf Kinderspielplätzen wie Eltern mit ihrem Kind sehr grob umgehen.

Beobachten Sie, wie sich das grob behandelte Kind benimmt. Zuckt es zusammen und wird es sofort still? Dann hat es schon viel KM Erfahrung. Es weiss was ihm blüht wenn es sich jetzt zur Wehr setzt.


Beginnt sich das Kind zu wehren, z.B. mit schreien so kann man daraus schliessen, dass das Kind grob behandelt wird und es sich zu wehren traut. Es ist jedoch davon auszugehen, das die Grobheiten gegen das Kind im Erziehungsstil einer Erziehungsberechtigten integriert ist, jedoch von Familienmitgliedern nicht gern gesehen wird. Darum kann sich das Kind noch wehren, weil es nicht absolut wie im ersten Fall den Grobheiten ausgesetzt ist.

In beiden Fällen ist es für das Kind jedoch unmöglich eine kindgerechte Entwicklung, wie es das Gesetz vorsieht, zu realisieren. In beiden Fällen muss man versuchen etwas für den Kinderschutz zu tun.

Wenn ihnen auffällt dass andere Personen den Vorfall beobachten, fragen Sie diese ob sie die Familie kennen. Notieren Sie sich den Vorfall mit Zeit und Datum. Versuchen Sie herauszufinden wo die Familie wohnt. Beobachten Sie Vorfälle mehr als 3 mal, notieren Sie sich diese und machen Sie eine Meldung an den Sozialdienst.

Wenn Sie vor der Meldung beim Sozialdienst Bedenken haben nehmen Sie einen Anwalt. Viele Anwälte machen solche Meldungen gratis oder zu minimalen Gebühren. Denn 85 Prozent solcher Beobachtungen werden aus Furcht vor gehörten Repressalien von den Beobachtern nicht weitergeleitet. Bei gleichwertig beobachteter Tierbehandlung sind es unter 10 Prozent, die solche Vorfälle nicht melden.

Sie hören wie ein Kind immer wieder schreit. Laut aufschreien, wimmern und rufen, Nein, nein  Papi, oder Nein, nein Mami, rühren von Schläge und Klemmen her. Ist plötzlich Ruhe, kann davon ausgegangen werden, dass das Kind nun im Kinderzimmer im Bett liegt und in sein Kopfkissen weint.

Hat der Misshandlungslärm immer eine bestimmte Zeit? Oder sind es Zeiten, bevor die Schule anfängt, oder die Schule aufhört, oder sind es Zeiten um den Feierabend, oder sind es Nachtzeiten? Können die Kinder wie andere normal im Freien sein und spielen, oder sieht man sie selten draussen? Beobachten Sie die Szene und machen Sie sich Notizen. Hören sie den Misshandlungslärm deutlich, nehmen Sie ihn mit einem Tonband auf. Nach der Aufnahme immer Uhrzeit und Datum aufsprechen. Nehmen Sie längere Passagen auf. Je länger, desto besser ist der Beweis. In der Regel machen die Sozialdienste eine Abschrift vom Tonband um besser abschätzen zu können was genau gehört wurde.

Machen Sie zusammen mit den Unterlagen und den Beweismaterialien eine Verdachtsmeldung an den Sozialdienst. Wollen Sie anonym bleiben, übergeben Sie ganze Sache einem Anwalt.

● Sorgentelefon für Kinder ● 0800 55 42 10 ● www.sorgentelefon.ch ●