Dies belegt eine Langzeitstudie kanadischer Wissenschaftler, die ihre Ergebnisse im Canadian Medical Association Journal veröffentlichten.

Peter Fried und seine Kollegen von der Carlton University in Ottawa untersuchten an 70 Jugendlichen den Zusammenhang zwischen Cannabis-Konsum und Intelligenz.

Die 17 bis 20-Jährigen waren seit ihrer Geburt im Rahmen der Ottawa Pränatal Prospektive Study beobachtet worden. Mittels Urintests und Fragebögen bestimmten die Forscher die Drogengewohnheiten der Testpersonen und teilten sie ein in: starke Konsumenten (mindestens fünf Joints pro Woche), leichte Konsumenten, ehemalige Konsumenten (mindestens drei Monate drogenfrei) und Nicht-Konsumenten.

Die Wissenschaftler ermittelten den aktuellen Intelligenzquotienten (IQ) der nüchternen Jugendlichen. Anschließend verglichen sie die Resultate mit Testergebnissen aus deren drogenfreier Kindheit. Starke Kiffer "verringerten" ihren IQ im Schnitt um 4,1 Punkte. Gemässigte Cannabis-Raucher hatten im Vergleich zu früheren Testergebnissen einen um 5,8 Punkte erhöhten IQ. Ehemalige und Nicht-Konsumenten besassen ebenfalls einen um 3,5 bzw. 2,6 Punkte höheren IQ. Der mittlere IQ lag bei 109,1 Punkten.

Offenbar beeinträchtigt akuter Marihuana-Missbrauch die Intelligenz. Leichter Konsum wirkt sich dagegen nicht negativ auf den IQ aus. Da ehemalige Grasraucher mit Nicht-Konsumenten fast gleichzogen, scheint Cannabis keine langfristigen IQ-Einbussen zu bewirken. Cannabis ist jedoch keineswegs harmlos. Bisherige Studien belegen, dass mehrjähriger schwerer Cannabis-Missbrauch kognitive Leistungen wie Aufmerksamkeit und Erinnerungsvermögen deutlich beeinträchtigt.

Zuviel Kiffen macht dumm (mehr als 5 Joints pro Woche). Weniger als 5 Joints pro Woche macht nicht dumm. Also, wer nicht blöder oder gescheiter sein will, als er von Natur aus ist, der löse seinen IQ nicht im Kiffernebel auf!

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